GREYHOUND DOGS

Heute mal ein Thema, das mir in letzter Zeit ganz besonders am Herzen liegt. Dazu muss ich aber erst einmal feststellen: nein, ich habe selbst keinen Hund (jedenfalls noch nicht!).

Ich weiß noch, wie es angefangen hat. Eigentlich hatte ich, wenn ich daran dachte später vielleicht einmal einen Hund zu haben, Greyhounds (und alle anderen Windhundarten) nie wirklich auf meinem Schirm. Zu schnell, zu groß, zu dünn, brauchen ganz viel Sport, usw. diese Liste ließe sich vermutlich damals noch endlos fortsetzen.

Was hat sich geändert? Was mich letzen Endes auf diese Rasse aufmerksam gemacht hat, war eine einfache Begegnung mit einer Hundehalterin. Auf einer Exkursion meiner Uni in der Gegend um Berling, bin ich einer Damit mit 3 Hunden begegnet. 2 davon waren Windhunde, der 3. ein Pudel. So sehr der Pudel es auch gehasst hat angefasst zu werden, so sehr waren die beiden Windhunde von den Streicheleinheiten begeistert. Ich glaube ich habe noch nieeee einen Hund gestreichelt, der ein so unglaublich weiches Fell hatte und so dermaßen zutraulich war.

Kaum wieder zu Hause von der Exkursion, habe ich auf Pinterest nach Greyhound gesucht und (wie das eben immer ist) eine gaaaanze Menge Bilder gefunden. Die lange Schnauze, die eleganten Körper, die lustigen Ohren und die schönen Augen. Einige der Bilder auf Pinterest sind einfach wunderschön, andere lustig und nächsten einfach nur fröhlich!

Bildschirmfoto 2017-06-09 um 17.33.45

Natürlich bin ich über kurz oder lang dann auch bei einer Wesensbeschreibung dieser Hunde gelandet und ihr könnt es mir glauben, ich war soo überrascht. Kannte ich Greyhounds doch vor allem von Hunderennen aus dem Fernseher, wollte ich der ersten Webseite gar nicht glauben, als diese schrieb:

Greyhounds sind Couch-Potatoes. Bieten Sie ihrem Greyhound ein schönes warmes und komfortables Plätzchen zum Liegen, ist er zufrieden. Viele Greyhounds schlafen zwischen 16 und 18 Stunden am Tag. Sie werden sich wundern in welch seltsamen Positionen sie schlafen. Oft wird er auf dem Rücken liegen und alle Viere von sich strecken. (http://www.greyhoundforever.de/der-greyhound/wesen-und-charakter/)

Doch je mehr Seiten ich durchforstete (ja ich habe da wohl eine kleine Besessenheit entwickelt) um so sehr habe ich mich in das Wesen dieser Tiere verliebt. Natürlich gibt es auch hier sehr unterschiedliche Charaktere, wie es bei uns Menschen eben auch ist, aber im großen und ganzen lässt sich wohl sagen: Greyhounds sind entspannte Zeitgenossen, die sich schnell an neue Situationen gewöhnen, die nicht den ganzen Tag 20 Stunden lang über die Rennbahn flitzen müssen und sehr ruhige Tiere sind.

Auf welche Seiten ich bei der Recherche im Internet relativ schnell gelandet bin, waren die des Tierschutzes. Das hat mich dann doch etwas stutzig gemacht. Weshalb gibt es so viele Tierschutzvereine für Greyhounds? Was ich dann von verschiedenen Vereinen erfahren habe, hat mich einfach sprachlos gemacht.

Sicher hat der ein oder andere von euch bereits einmal ein Windhundrennen irgendwo im Internet, oder im Fernsehen gesehen. Ich jedenfalls kannte die Tiere nur daher und habe mir eigentlich nie Gedanken darüber gemacht, wie es diesen Hunden so ergeht. Ich habe hier ein paar Zahlen für euch (als ich das gelesen habe, ist es mir tatsächlich eiskalt den Rücken runter gelaufen).

  • jedes Jahr werden mehrere tausend Greyhounds für die Rennen gezüchtet, davon haben etwas 40% keine Chance auf ein Leben und werden getötet, einfach weil sie zu langsam sind um zu gewinnen
  • etwa 7.000 Welpen werden umgebracht bevor sie überhaupt eine Gelegenheit haben sich auf der Rennbahn zu beweißen
  • allein von 2010 bis 2014 (das sind nur 4 Jahre) wurden in irischen Pounds (das sind irische Hundezwinger) 2.249 Greyhounds getötet (weltweit gesehen, ist die Zahl vermutlich wesentlich höher)

Wie schlimm es wirklich ist, kann man in den Nachrichten auf dieser Seite immer wieder sehen, oder auch in diesem Video.

Ich kann einfach nicht verstehen, wie Menschen Tieren so etwas antun können. Das macht mich wirklich wirklich wütend und zu gleich unglaublich traurig… Deshalb habe ich mich auch dazu entschlossen, sollte ich jemals einen Hund haben, werde ich auf alle Fälle einen aus dem Tierschutz oder dem Tierheim holen.

Leider hält sich ja noch oft das Gerücht, erwachsene Hunde aus dem Tierschutz oder -heim hätten eine Macke und wären keine guten Haustiere. Ich glaube, dass es ganz viele verschiedene Gründe gibt, warum ein Hund im Tierheim ist und dass das bei weitem nicht immer nur auf Aggression und Nichtverträglichkeit zurückzuführen ist.

Ich finde eine Überlegung ist es auf jeden Fall wert, einen erwachsenen Hund zu sich zu holen. So kann man gleich 2 Leben retten. Den Hund, den man adoptiert und den, der dadurch im Tierschutz nachrücken kann.

Eure, bei diesem Thema immer etwas traurige

Hannah

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4 Gedanken zu “GREYHOUND DOGS

  1. Super Einstellung! Kann es auch nicht nachvollziehen, warum sich so viele Menschen einen Hund beim Züchter bestellen (ja, denn nichts anderes ist das!), wenn es doch so viele tolle Tiere auf den Straßen und in den Tierheimen gibt. Bin froh, dass sich wieder jemand selbst davon überzeugen konnte 🙂 Und wer sich im örtlichen Tierheim als Gassigänger engagiert, lernt auch, dass viele Hunde sehr sanft und menschenbezogen sind und zu Unrecht dort sitzen. Bislang habe ich dort noch keinen aggressiven „Mackenhund“ getroffen 😉

    LG Siri von quergetippt.com

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    • Vielen Dank für deine liebe Antwort! 🙂
      Leider nimmt ja die Zucht und der Verkauf von Welpen im Moment stark zu, so dass die Tierheime voll bleiben und viele Tierschutzvereine verzweifelt nach Pflegestellen suchen müssen….
      Ich möchte auch deshalb später einen Hund aus dem Tierschutz, weil ich mir gerne seinen/ihren Charakter ansehen möchte, damit ich auch ganz sicher gehen kann, dass wir ein gutes Team werden. 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. das ist sehr gut geschrieben 🙂
    so in etwa ging es mir auch.. alle Vorurteile die ich hatte, wurden bisher nicht belegt 😀
    man muss sich auf das Abenteuer Windhund einlassen und auch wissen, das man sie nie frei laufen lassen kann.
    Ich habe noch nie so liebesbedürftige Hunde wie Greys kennengelernt, so sanft zu den Menschen.
    Allerdings kenne ich auch das Gefühl, wenn sie im „Jagdmodus“ gelangen, welches beim Gassigehen ganz schnell gehen kann. Hasen, Rehe etc und Greyhound spitzt die Ohren und hält sich in Sichtmodus. Die Greys, die nicht von der Rennbahn kommen, haben meist sehr wenig Jagdverhalten.
    Man sollte die Fellnasen einfach mal kennenlernen, einfach mal zur nächsten Greyhound-Tierschutz gehen..
    LG Britta, von einer Greyhound-Gassigängerin

    Gefällt 1 Person

    • Ja, das mit dem Jagdverhalten habe ich natürlich auch schon gelesen. Aber ich denke das wäre etwas womit ich leben könnte.
      Ich freue mich jetzt schon darauf den ein oder anderen Grey kennenzulernen 🙂

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