LEBEN OHNE HANDY

Vor Weihnachten ist mir was wirklich blödes passiert. Sicher könnt ihr anhand des Titels schon erraten um was es geht… Ja, ich habe mein Handy unter Wasser gesetzt. Vermutlich lachen sich jetzt einige ins Fäustchen und denken sich: Hihihi, die hat’s bestimmt ins Klo fallen lassen.

Fas richtig! Ich hatte es in der hinteren Hosentasche und habe es (um oben genanntes Malheur zu verhindern) auf den Rand des Waschbeckens gelegt. Und wie ihr euch jetzt sicher auch denken könnt, ist das nicht gut gegangen. Ich dreh den Wasserhahn auf und mit unheimlich perfektem Timing landet das doofe Ding direkt unten drunter. 

Natürlich habe ich es so schnell es ging wieder rausgefischt und dick in Trockenpapier eingepackt. Leider konnte ich trotz aller Bemühungen meinem Bildschirm beim langsamen sterben zu sehen. Ein letztes flackern und zack, schwarz. *seufz*

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Leider ist das ganze auch nicht zu Hause passiert, sondern unterwegs -> ich konnte es nicht sofort richtig trocknen (ich habe ja mal gehört, dass Reis da helfen soll. Hat es bei mir leider auch nicht mehr). Nun, da stand ich also Anfang Dezember ohne Handy da. Jedenfalls fast ohne. Da ich die Hoffnung bezüglich meiner Trocknungsversuche noch nicht aufgegeben hatte, war ich genötigt auf das einzig andere verfügbare Handy umzusteigen. Mein allerersten Smartphone. Ich glaube das habe ich damals im Gymnasium bekommen. Das ist schon eine Weile her.

Also stand ich plötzlich da, zwar mit einem Handy, das sowohl SMS als auch Telefon tauglich war, aber kein Internet hatte. Und da merkt man erst mal, was man als selbstverständlich ansieht.

Mal eben googeln wo das Lokal jetzt genau ist, indem man sich mit Freunden verabredet hat, ist nicht. Hätte man mal besser vorher nachgeschaut.

Stehst du grad im Laden und bist dir nicht mehr ganz sicher, was du für das Abendessen noch alles brauchst? Keine Chance. Schließlich hast du das Rezept auf Pinterest gespeichert. Doof!

Und wenn ich mir vorstelle ganz ohne Mobiltelefon auszukommen… kaum denkbar. Nicht mal eben noch der Freundin Bescheid geben, dass man sich um eine halbe Stunde verspätete hat. Kein kurzer Anruf von Unterwegs, dass man nach einer kleinen Reise gut angekommen ist… Dagegen sieht ‚keine E-Mails abrufen können‘ wie das kleinste der Probleme aus.

Ich bin bei dem Thema ehrlich ziemlich hin und her gerissen. Einerseits möchte ich nicht, dass jeder zu jedem Zeitpunkt weiß wo ich mich gerade aufhalte, andererseits habe ich das Handy doch gerne bei mir. Ich möchte nicht dauernd im Internet hängen, sondern meine Zeit für andere Dinge nutzen und doch schreibe ich einen Blog und schau zum Beispiel in meinen Zwischenpausen an der Uni immer mal auf Instagram.

Ginge es in der heutigen Zeit eigentlich überhaupt noch ohne Handy, oder gar ohne Internet? Schon allein unsere Uni geht davon aus, dass man Zugang zum Internet hat und diesen auch nutzt. Die Zeiten in denen die Professoren Dinge ausgedruckt und verteilt haben, sind größtenteils vorbei (Generation: „Ladet euch die Unterlagen online runter!“).

Vermutlich gilt auch im Umgang mit dem Handy und dem Internet: der Mittelweg ist der beste Weg. Ganz ohne geht es kaum noch, aber nur noch auf das Handy schauen ist auch nicht das optimale.

Wie seht ihr das?

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2 Gedanken zu “LEBEN OHNE HANDY

  1. OMG also ganz ohne Handy könnte ich mir mein Leben nicht vorstellen.
    Wenn ich es mir genau überlege bin ich eigentlich total abhängig von dem Ding.
    Wie lange hast Du es denn mit dem alten Handy ausgehalten?
    Hast Du Dfir zu Weihnachten ein neues gewünscht?
    Liebste Grüße
    Sassi

    Gefällt 1 Person

    • Zum Glück habe ich einen Papierkalender in den ich alles rein schreibe… sonst wären alle Termine weg gewesen Oo
      Ich habe es grade so 3 Wochen ausgehalten, dann habe ich mir ein neues gekauft…

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