DIE VERNETZTE WELT

Letztens saß ich in dem Bus auf dem Heimweg, da sind mir zwei recht seltsame Jungs begegnet. Beide eine Hipster-Cappy  und einem nagelneuen I-Phone in der Hand. Dann fingen die beiden doch tatsächlich an, mit ausgestrecktem Mittelfinger Bilder für Snapchat zu machen… Was ist denn nur mit dieser Generation kaputt?

A photo by Alejandro Escamilla. unsplash.com/photos/Dl6jeyfihLk

Neuerdings kann man in Bars tatsächlich ganze Tische voller Menschen beobachten, die zusammen sitzen und dabei doch alle nur auf ihr eigenes Handy starren. Als wären die Menschen, die man via Chatprogramm erreichen kann, wichtiger als die Menschen, die gerade bei einem sind. Da gibt es dann so schöne Spiele, bei denen alle Handys in die Mitte des Tisches gelegt werden müssen und wer als erstes nach seinem greift muss die der ganzen Gruppe eine Runde ausgeben. Als müsste man Menschen schon zum miteinander kommunizieren zwingen…

Heutzutage muss jeder überall und jederzeit vernetzt sein. Mittlerweile ist es ja nicht einmal mehr unüblich, wenn einem die eigene Smart-Watch mitteilt, dass man sich noch mindesten 1000 Schritte bewegen muss, um sein Tagesziel zu erreichen. Zur gleichen Zeit bilden sich die Nackenmuskulatur mancher junger Menschen zurück, weil sie dauerhaft nach unten auf ihr Smartphone schauen. Menschen, die nicht auf ihre Umgebung achten sind ja spätestens seit Pokémon-Go auch keine Seltenheit mehr. In Augsburg versuchen sie dem mit Bodenampeln für Smartphone User entgegen zu wirken (hier kommt ihr zum Artikel).

Damit will ich jetzt nicht sagen, dass wir alle ohne Internet und Vernetzung besser dran wären. Aber ich denke ein gesunder Umgang damit wäre erstrebenswerter, als seine Nase die meiste Zeit des Tages an einem Bildschirm platt zu drücken. Wenn man beispielsweise gerade Besuch hat, könnte man das Handy auch einfach in einem anderen Zimmer liegen lassen. Bei Treffen mit den Freunden in einer Bar, einfach in der Handtasche lassen.

Zum Glück wird es ja mittlerweile wieder modern sich auf sich und seine Umgebung zu konzentrieren. Irgendwie werden wir uns mit der fortschreitenden Vernetzung der Welt arrangieren müssen, aber das persönliche Miteinander sollte meiner Meinung nach weiterhin im Vordergrund stehen.

Was denkt ihr über die zunehmende digitalisierung unsrer Welt?

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7 Gedanken zu “DIE VERNETZTE WELT

  1. Du sprichst wahre Worte!

    Ich finde es schlimm, grade wenn man doch in Gesellschaft ist…wozu muss man dann dauernd auf’s Handy schauen?

    Ganz schlimm wenn ich vermehrt Eltern auf dem Spielplatz sehe, die lieber am Smartphone hängen als sich mal mit in den Sand zu setzen!

    Was mir bei mir auffällt ist der Drang viel öfter Situationen per Foto festzuhalten, da hab ich dann doch oft das I-phone in der Hand. Da werde ich mal dran arbeiten.

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  2. Sehe ich genauso.

    Tatsächlich bin ich froh, dass ich mich mit meinen Freunden auf dem Schulhof noch unterhalte, obwohl wir ein Smartphone besitzen, alle. Unterhalten macht mehr Spaß, man kann besser Ironie und Sarkasmus bemerken, sieht die Reaktionen des Anderen und kommt sich generell viel näher, als wenn man nur chattet.
    Und dann gibt es mittlerweile die junge Generation auf dem Schulhof, fünfte Klasse. Die zusammen im Kreis sitzen, alle auf ihr Handy starren und dann, zum Missfallen der Lehrer, ihre in den Pausen nicht verbrauchte Energie in den Unterrichtsstunden freilassen.

    Und zu Pokèmon Go sage ich auch nicht viel… Ich bin kein extremer Pokèmon Fan und habe es schon damals nicht wirklich verstanden. Die Karten in der Schule zu tauschen war schon noch lustig, aber bei dem ganzen Zeug jetzt, was digitalisiert wurde, würde ich mir manchmal wünschen, dass wir alle einen Schritt rückwärts machen. Außerdem hört man ständig von Unfällen wegen Pokèmon Go und es gab schon von ein paar YouTubern, mit Absprache der Eltern, Experimente, wie leicht man Kinder damit sogar entführen könnte. Ich denke im Internet senkt sich die Hemmschwelle und mittlerweile werden Sachen mehr leichtfertig ins Internet reingestellt ohne groß darüber nachzudenken.

    Tatsächlich finde ich die ganzen Entwicklungen schrecklich. Meinen letzten Geburtstag habe ich ausfallen lassen, weil auf dem davor alle nur noch am Handy hingen. ich habe mich bemüht, ein paar Spiele zu sammeln, ein paar lustige Filme zu suchen und die ganze Zeit hängen die Gäste nur am Handy und reden nicht mal mit dir. Man fühlt sich bei sowas einfach nur bescheuert…

    Liebe Grüße

    Charlie

    Gefällt 1 Person

      • Ich habe meinen Freunden nach der Party angekündigt, dass ich bei der nächsten Feier die Handys einsammeln lasse und diese es nur bei Notfällen zurückgibt. Daraufhin wollte schon gar keiner mehr zu meinem nächsten Geburtstag kommen. Es ist wirklich schade, wie ein digitales Gerät wichtiger wird als eine Person selbst…

        LG

        Charlie

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  3. Wahre Worte. Es ist wie eine Seuche…wohin man auch blickt, irgendwer daddelt immer an seinem Smartphone rum. Wenn allerdings jemand in meiner Gegenwart immer wieder aufs Handy starrt, dann hole ich demonstrativ mein Buch aus der Tasche. Da kann ich zickig werden. 😉

    LG Anna

    Gefällt 1 Person

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